09.07.2019

So ein Umzug ist keine große Sache

Achtung, der folgende Text spiegelt zwar die Realität wieder, ist aber dennoch nicht gänzlich ernst zu nehmen.

Wer für eine Wohnungsbaugenossenschaft die Öffentlichkeitsarbeit erledigt, für den sind Umzüge kein Neuland. Ich habe schon sehr oft anderen Menschen die entsprechenden Ratschläge erteilt, worauf dabei zu achten ist. Diese oder ähnlich benannte Artikel habe ich im Lauf der Jahre verfasst:

„So gelingt der Umzug.“

„Sieben Tipps für den Weg in das neue Zuhause.“

„Stressfrei umziehen – so klappt’s.“

Ich bin also ganz klar ein ausgewiesener Experte für Umzüge. Seltsam ist deswegen, dass auch bei einem Profi wie mir der Stresspegel von Tag zu Tag unmerklich steigt. Vom 11. bis zum 14. Juli wird das Ganze wohl seinen Höhepunkt erreichen. Denn dann schließt unsere Geschäftsstelle an der Friedrich-Ebert-Straße 2 und der Umzug in unsere neuen Räumlichkeiten beginnt.

Schon jetzt geht in den Fluren und Büros der Mülheimer Wohnungsbaugenossenschaft an der Friedrich-Ebert-Straße 2-6 allerlei Seltsames vor: Es werden Kartons zusammengebaut, gepackt, gestapelt, mit Wägelchen von A nach B gefahren. Wer begreift, dass er zu wenige hat, der versucht noch welche von den Kollegen zu ergattern. Tonnenweise sind bereits alte Akten geschreddert worden, die nicht mehr benötigt werden.

Ab und zu trifft man Kollegen, die dringend suchen, was sie wohl schon eingepackt haben. Die Container für Müll und Krimskrams, die vor dem Haus aufgestellt wurden, waren innerhalb einer Rekordzeit gefüllt und wieder abgeholt. Fast täglich erreichen uns über das firmeninterne Netzwerk neue Hinweise und Informationen, oft befinden sich Pläne oder Listen im Anhang, die unbedingt beachtet werden müssen.

Beim Ausräumen der Schränke kommen auch allerlei Fundstücke aus der Ur- und Frühgeschichte ans Tageslicht. Alte Fotos und Werkzeuge, vergilbte Broschüren und Druckwerke aus der Vorwendezeit, Kartons mit Disketten, für die heute kein PC mehr ein Laufwerk hat. Eine Spiegelreflex-Kamera mit noch eingelegtem Film ist zutage getreten, und nun frage ich mich: Macht es Sinn, den entwickeln zu lassen? Was ist da wohl drauf?

Eigentlich aber haben wir andere Sorgen. Neben den Umzugsvorbereitungen wollen schließlich alle Genossinnen und Genossen auch weiterhin für die Mitglieder und Kunden da sein. Das Tagesgeschäft muss reibungslos weiterlaufen. Und immer wieder der sorgenvolle Blick ins StadtQuartier Schloßstraße: Dort ist die technische Infrastruktur inzwischen eingebaut, Küchen und Toiletten sollten betriebsbereit sein und die Handwerker legen letzte Hand an. Fast überall ist der gewünschte Teppich verlegt. Bei einigen der bestellten Büromöbel soll es dagegen einen Lieferengpass geben. Ob in den ersten Wochen nach dem Umzug jemand am Klapp- statt am Schreibtisch arbeiten muss – wir werden es noch sehen.

Die Vorfreude auf die neue Hauptgeschäftsstelle ist jedenfalls groß. Über 90 von uns Genossinnen und Genossen waren zuletzt auf drei Gebäude verteilt. Wer die Kollegen nebenan besuchen wollte, musste entweder über die Straße, oder einen der Schleichwege durch die angrenzenden Hausflure kennen. Der Platz, auch um unsere Mitglieder und Mieter zu empfangen, war zuletzt doch arg knapp.

Es werden also alle froh sein, wenn der Umzug bewältigt ist und wir uns in den neuen Räumlichkeiten einrichten können. Gut für die Muskeln ist das Schleppen der Kartons schon, aber jetzt im Sommer doch auch recht schweißtreibend. Man ist erleichtert, dass ein Umzugsservice den Löwenanteil des Transports übernehmen wird.

In jedem Fall gilt: Am Montag, 15. Juli ab 9:30 Uhr, begrüßen wir unsere Kunden, Partner und Mitglieder in der neuen MWB-Hauptgeschäftsstelle an der Friedrich-Ebert-Straße 39, 45468 Mülheim an der Ruhr. Sicher wird alles reibungslos verlaufen. Bei Umzugsexperten wie uns habe ich da gar keinen Zweifel.

Vielleicht habe ich bis dahin auch meinen Bürostuhl wiedergefunden.

Andreas Winkler

Pressesprecher

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