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MWB wendet sich gegen erneute Grundsteuererhöhung

In der Mülheimer Politik wird derzeit diskutiert, ob eine Anhebung des Grundsteuerhebesatzes kommen soll. Bei der Mülheimer Wohnungsbau eG (MWB) wendet man sich mit deutlichen Worten gegen einen solchen Schritt: „Politik und Verwaltung sollten in der Vergangenheit gemachte Fehler nicht wiederholen“, so der MWB-Vorstandsvorsitzende Frank Esser. „Sind die kommunalen Finanzen zu klamm, muss ein anderer Weg gefunden werden.“

Die MWB ist Mülheims einzige Wohnungsbaugenossenschaft. Sie hat ihren Wohnungsbestand in den vergangenen Jahren auf gut 5.300 Wohneinheiten erhöht, beschäftigt gut 120 Mitarbeiter*innen und hat etwa 8.800 Mitglieder. Wichtiges Ziel der Genossenschaft ist satzungsgemäß die Versorgung der Mitglieder mit sicherem, bezahlbaren Wohnraum.

„Dieses Ziel sehen wir durch eine neuerliche Anhebung der Grundsteuer infragegestellt“, sagen Esser und sein Vorstandskollege Dominik Steffan. „So beläuft sich die zusätzliche Belastung für unsere Mitglieder im Fall einer erneuten Erhöhung des Hebesatzes auf voraussichtlich hunderttausende Euro. Nicht unsere Genossenschaft kann diese Kosten tragen, sondern sie werden zwangsläufig über die Nebenkosten die Mieter*innen treffen“.

In den Wohnungen der Genossenschaft lebt ein Querschnitt der Bevölkerung – mit höheren und durchschnittlichen Einkommen ebenso wie auch mit geringen Einkommen, für die es auf jeden Cent ankommt. Die durchschnittliche Kaltmiete liegt bei deutlich unter sieben Euro je Quadratmeter. Im Bereich der frei finanzierten Wohnungen hat die MWB die Entscheidung gefällt, während des Jahres 2026 auf jegliche Erhöhung der Mieten in bestehenden Mietverhältnissen zu verzichten.

„Wir wirken im Rahmen unserer Möglichkeiten preisdämpfend auf den Mülheimer Wohnungsmarkt und sind bemüht, die Wohnkosten für unsere Mitglieder so niedrig wie möglich zu halten“, betonte Frank Esser. „Aus diesem Grund wäre es aus unserer Sicht ein Hohn, in der aktuellen wirtschaftlichen Lage diese Bemühungen zu konterkarieren, den Druck auf den Wohnungsmarkt zu erhöhen und die Wohnkosten der Menschen weiter in die Höhe zu treiben.“