Stiftung Mülheimer Wohnungsbau: Stiftungsrat beschließt neue Förderprojekte

Seit sieben Jahren gibt es sie bereits: Die Stiftung Mülheimer Wohnungsbau fördert Projekte, die der Stadtgesellschaft guttun und innerhalb der Stadtgrenzen von Mülheim an der Ruhr viel Positives bewirken. Nun hat der Stiftungsrat die Förderung neuer Projekte beschlossen.  

Mit einem Stiftungsvermögen von 574.487 Euro ergibt sich bei derzeitiger Zinslage eine Summe von gut 22.500 Euro, die die Stiftung jährlich zur Förderung von Projekten einsetzen kann. „Damit können wir keine Berge versetzen, doch das ist auch nicht nötig“, sagt Geschäftsführerin Victoria Ladewig, die das Amt im Dezember vergangenen Jahres von Mareike Haase übernommen hat.  „Wir wollen unsere Unterstützung stattdessen zielgenau einsetzen, um damit einen Unterschied zu machen.“

Das ist der Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2014 stets gelungen: Ihre Fördermittel sind in soziale, kulturelle und inklusive Projekte geflossen. Eine große Vielfalt ist hier ausdrücklich gewünscht. So erhielt etwa die Freilichtbühne Mülheim an der Ruhr Unterstützung, wie auch verschiedene Sport- und Fußballvereine. Im Rahmen der Flüchtlingskrise 2015 vergab die Stiftung Mittel für integrative Projekte und für ein Mülheimer Gymnasium wurde eine CNC-gesteuerte Fräse finanziert, die in der MINT-AG für Mädchen zum Einsatz kommt.  

„Wir greifen dort ein, wo eine gezielte Unterstützung einen großen Unterschied bewirken kann“, sagt Dagmar Mühlenfeld, Vorsitzende des Stiftungsrates. „Wenn wir einen Sportverein unterstützen, dann muss unsere Unterstützung neue Möglichkeiten bewirken, eine Ausweitung der Aktivitäten oder eine Absicherung der bereits errungenen Erfolge. Da geht es nicht um Pokale, sondern um gute und kontinuierliche Jugendarbeit oder gelungene Integration. Am Ende sollte stehen: Diese Förderung hat unsere Heimatstadt wieder ein wenig lebenswerter gemacht und vielen Menschen ein bisschen geholfen.“

An dieser Leitlinie orientiert sich die Stiftung auch mit ihren neuesten Förderzusagen. So unterstützt sie nun unter anderem das im Dezember 2020 auf dem Friedhof auf dem Auberg geschaffene Sternenfeld für totgeborene Kinder mit der Kostenübernahme einer Skulptur in Form einer Frauengestalt. „Es ist sehr schwer für die betroffenen Menschen, ein Kind auf diese Weise zu verlieren“, sagt die Vorsitzende des Stiftungsrates. „Für uns war klar, dass das Sternenfeld vielen Menschen dabei helfen wird, ihre Trauer zu tragen. Auch das ist ein Aspekt des Lebens in unserer Stadtgesellschaft.“

Geeignet für einen Förderantrag sind laut Satzung alle Projekte, die im Bereich der Alten- und Jugendhilfe liegen oder zur Förderung von Sport oder Kunst und Kultur dienen und in Mülheim an der Ruhr liegen. Mögliche Antragssteller können sich jederzeit schriftlich wenden an:  

 

Stiftung Mülheimer Wohnungsbau
Victoria Ladewig
Friedrich-Ebert-Str. 39
45468 Mülheim an der Ruhr
victoria.ladewigmwbinfo
Tel: 0208 696 12 205